galerie januar e.V.
galerie januar e.V.

KONTAKT

galerie januar


Verein zur Förderung junger Kunst e.V.

 

Eislebener Str. 9 /

In der Schuttenbeck,

44892 Bochum-Langendreer

Tel: 0234/3600578

 

E-Mail:

info (at) galerie-januar . de

 

Öffnungszeiten:

Do. 17-19 Uhr;

und nach Vereinbarung

 

 

Mitglied der

www.kunstvereineruhr.de

 

 

Mitglied der

AUSSTELLUNGEN 2018

Gabi Rottes  - itsallaboutMIES                                           16. November - 13. Dezember 2018

 

Eröffnung

Freitag, 16. November 2018, um 20 Uhr

Einführende Worte von Thomas Hensolt

 

Sie und Ihre Freunde sind herzlich eingeladen.

 

Gefördert von:                                                                                            

Videoabend 2018                                                              26. Oktober 2018, 20 Uhr

Mit Arbeiten von
 

Ale Bachlechner und Olivia Platzer – Jáno Möckel – Malte Draeger – Lisa Schittulli und Adèle Husson – Caitlin Craggs – Mate Ugrin – Conrad Veit und Charlotte Maria Kätzl

Evelina Velkaite  - landscape                                             7. September - 11. Oktober 2018

 

Eröffnung

Freitag, 7. September 2018, um 20 Uhr

Einführende Worte von Claudia Rinke

 

Sie und Ihre Freunde sind herzlich eingeladen.

 

 

 

Das Thema der Künstlerin Evelina Velkaite, 1982 in Litauen geboren und im Ruhrgebiet lebend, ist die Landschaft. Ihre farbintensiven und flächenreduzierten Gemälde rufen Assoziationen an landschaftliche, architektonische und naturhafte Strukturen und Motive hervor. Sie sind aber keine reinen Abbilder, sondern changieren zwischen erkennbarem Motiv und freien malerischen Ausdrucksformen. Mit souverän gesetzten Pinselstrichen bringt Evelina Velkaite ihre Sujets auf die Leinwand. Ihre Arbeiten zeigen Momente des Spontanen und Unmittelbaren, aber auch des bewusst Fragmentarischen und scheinbar Unvollendeten. Zeigen die Stadtlandschaften noch einen Kontrast zwischen flächenhafter Farbfeldmalerei und zeichnerischen, linearen Gebilden, so ist der Umgang mit der Farbe in den neuen Landschaftsassoziationen sehr frei. Schnell gesetzte Pinselstriche bilden naturhafte Formen aus, die beim Betrachter Eindrücke von Weite und Leere hinterlassen. In der Ausstellung „landscape“ in galerie januar e.V. zeigt Evelina Velkaite neuere Arbeiten rund um das Thema Landschaft. Sie arbeiten dabei stets mit Ölfarbe auf Leinwand und Papier. Zu ihren Arbeiten sagt sie selbst: „Neben der Landschaft ist es noch mehr die Weite, die über der Landschaft steht, die mich interessiert. Sie treibt es voran, dass die Landschaft immer abstrakter wird. Die Leere steht immer im Kontrast zum Etwas. Das steigert sich gegenseitig in der Präsenz. Auf der Leinwand gibt es Stellen, wo viel los ist. Diese Stellen sind ein Gegenpol zum Nichts: Fülle und Leere.“

 

Gefördert von:                                                                                            

ARTISTEN - Hugo Koch zu Ehren                                     22. Juni - 26. Juli 2018

Hugo Koch (geb. 1934) hat die Ausstellungen der galerie januar seit ihrer Gründung 1980 zunächst als Besucher aufmerksam verfolgt, ehe er ab 1984 deren Programm entschieden mitbestimmt und bis heute geprägt hat. Seit der Vereinsgründung 1991 war Hugo Koch als Stellvertretender Vorsitzender im Vorstand der galerie januar aktiv und erster Ansprechpartner für viele der KünstlerInnen, die in Bochum-Langendreer in den letzten Jahrzehnten zu Gast waren und vielfach mit ihm zusammen ihre Ausstellungen eingerichtet haben. Deshalb sind Name und Person von Hugo Koch inzwischen sicher ebenso sehr wie mit den Ausstellungen des Kunstverein Bochum, für die er von 1986 – 2002 verantwortlich gewesen ist, auch mit dem Werden und Wachsen der galerie januar verbunden.


Da Hugo Koch angekündigt hat, zwar nicht seine Tätigkeit, wohl aber sein Amt im Vorstand
unseres Vereins zur Förderung junger Kunst in diesem Sommer zur Verfügung zu stellen,
möchte sich die galerie januar und zahlreiche Kunstschaffende mit der Ausstellung „Artisten“ - so nennt Hugo Koch häufig Künstlerinnen und Künstler - für sein außerordentliches ehrenamtliches Engagement und seine Leistung im Bereich der Bildenden Kunst bedanken.

 

In der Ausstellung sind Werke folgender Künstlerinnen und Künstler zu sehen:

 

Caroline Bayer • Christel Blömeke • Martin Brüger • Harald Busch •Michael Cleff • Klaus Dauven • Hannes Forster • Clemens Botho Goldbach • Nol Hennissen • Jiří Hilmar • Dorothee Joachim • Christel Koerdt • Jan Kolata • Daniela Löbbert • Ralph Merschmann • Ekkehard Neumann • Dirk Schlichting • Andreas K. Schulze • Claudia Wissmann • Ralf Witthaus

 

Gefördert von:             

Jonas Hohnke - transfer                                                      16. März bis 26. April 2018

Zeit und der Alltag – das sind die Hauptmaterialien in Jonas Hohnkes Werk. Das ist zunächst nicht greifbar und hier liegt die Qualität des Ansatzes. Die beiden konzeptuellen Grundbausteine werden in verschiedener Art und Weise durch Gegenstände, die wir kennen und benutzen, physisch repräsentiert oder medial repräsentiert. Die Materialität der Stücke versucht dabei nicht, die künstlerische Idee aufzuwerten, sie spielt eine untergeordnete, metaphorische Rolle. Holzkohlesäcke, Handtücher, Bretter. Eine einfache Wasserwage wird zum Symbol für den Alltag, der unserem Leben in seiner kontinuierlichen Präsenz und zeitlichen Linearität eine klare Ausrichtung gibt.

In seinen Arbeiten geht es auch um unseren subjektiven Zugang zum Alltag – wie nehmen wir unsere Umgebung wahr. Das Objekt an sich, die Wasserwaage, wird dabei nicht direkt gezeigt, sondern als Bild (re-)präsentiert, gedruckt. Die inhaltliche, künstlerische Bedeutung seiner Arbeiten liegt sowohl im Objekt selber begründet, als auch im Kontext seiner Verwendung. Beide laden den scheinbar banalen Alltagsgegenstand semantisch und ästhetisch auf. Die Wasserwaagen sind gerade ausgerichtet, die Rahmen jedoch springen aus der Waagerechten heraus.

Jonas Hohnke spürt Prozessen des Alltags nach und dokumentiert diese Prozesse. Regentropfen fallen auf Papier und werden eingefärbt. Durch das Sammeln und Erhalten von Spuren werden Begebenheiten und Abläufe unserer Gegenwart konserviert und in einem anderen Kontext erfahrbar gemacht. Er bedient sich somit des Diskursfeldes Kunst, um neue Perspektiven zu öffnen – auf eine Ecke, auf eine Wand oder eben auf Regentropfen. Diese verteilen sich selbst und sind damit in der Kunst: gestisch, minimalistisch, malerisch, abstrakt... während sie im Alltag nur Regentropfen sind.

Hohnkes Kunst kreist um das Konzept des Readymades. Die ersten Readymades haben unter anderem deutlich gemacht, wie Kunst definiert wird und durch wen. Hohnkes Intention ist dabei nur sekundär das Aufzeigen hegemonialer Strukturen, er ist vielmehr ein sensibler Beobachter der Gegenwart und reduziert seine Erfahrungen auf verdichtete Bilder. Er findet diese in Gegenständen, die wir alle kennen. In einer Installation hängen farbige Handtücher an einer Wand. Kein Bronzeguss veredelt ihre Form, alles vom Menschen Hergestellte kann als Werk funktionieren oder wahrgenommen werden. Ein Handtuch hat per se eine visuelle und skulpturale Qualität. Durch die Reihung entstehen ein Muster und ein Raum von überraschender Intensität.

Doch wann ist ein Gegenstand ein Kunstwerk und aus welchem Kontext heraus kann etwas Kunst werden? Objekt, Rezipient und Kontext werden in Hohnkes Werk ständig neu verhandelt, seine künstlerische Strategie ist gleichermaßen irritierend, wie verführerisch. Seine Arbeiten sensibilisieren uns für die Poetik des Alltags.


Gefördert von:                                                                                                       Text: Dr. Philipp Horst

Pia Bergerbusch & Philipp Höning - Let's                  19. Januar bis 1. März 2018

Zur ersten Ausstellung des Jahres 2018 hat die galerie januar zwei Künstler eingeladen, die heute in Köln leben und arbeiten, aber aus dem Münsterland bzw. dem Ruhrgebiet stammen, nämlich Pia Bergerbusch (geb. 1987 in Stadtlohn) und Philipp Höning (geb. 1986 in Dortmund). Die beiden haben ihre künstlerische Ausbildung zeitgleich an der Kunstakademie Münster erhalten, wo sie in der Klasse des Malers Michael van Ofen studiert haben, deren Meisterschüler sie auch seit 2014 bzw. 2012 sind.

Obwohl die galerie januar ursprünglich vor allem auf die seit 2015 entstandenen Gemälde von Pia Bergerbusch aufmerksam geworden ist, haben beide Künstler ihre Absichten nach dem Studium auch in gänzlich anderen Medien ausgedrückt. Gerade in den letzten Jahren sind sowohl Pia Bergerbusch wie auch Philipp Hönig für ihr jeweiliges, vielfältiges Werk unabhängig voneinander mit Preisen und Stipendien ausgezeichnet worden, haben aber auch schon mehrfach national und international in gemeinsamen Ausstellungen zusammen gefunden. In Bochum-Langendreer machen sie nun rigoros als Künstlerduo gemeinsame Sache: Denn es handelt sich bei ihrer Ausstellung in der galerie januar keineswegs um eine Doppelausstellung zweier Künstler, sondern um eine einzige, alle drei Etagen des Galeriehauses übergreifende und von beiden gemeinschaftlich vor Ort entwickelte Gesamtinstallation, deren vielteilige Elemente sich nicht mehr in zwei individuelle Handschriften scheiden lassen.

Schon der Titel Let´s, den sie ihrer Installation gegeben haben, ist so kurz wie vage, indem er absichtsvoll im Unklaren und offen lässt, zu was sich das Künstlerduo und/oder der Betrachter aufmacht. Der Appell „lass bzw. lasst uns“ soll gleichsam ins Leere oder Unbestimmte laufen. Einem solchen Verzicht auf Eindeutigkeit und der Tendenz zur Abkürzung und Verknappung entspricht zweifellos auch die letztlich auf wenige, minimale Setzungen reduzierte Installation, mit der Bergerbusch und Höning auf die räumlichen Bedingungen der drei übereinander liegenden Etagen des Galeriehauses reagiert haben.


Gefördert von:                                                                                    Text: Ulrich Fernkorn

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