DAI-GOANG CHEN: Raum in Raum

17. August - 29. September 2007

(c) Dai-Goang Chen

Dai-Goang Chen baut seit 2001 sowohl in Ausstellungsräumen als auch im städtischen Außenraum große Holzkonstruktionen, die an der Schnittstelle von Skulptur und Architektur stehen. Seine Arbeiten lassen sich hinsichtlich des Verhältnisses der Konstruktion zu dem jeweiligen Standort in groben Zügen in zwei Gruppen einteilen: In einigen Arbeiten geht der Künstler von seiner unmittelbaren Wahrnehmung und Erfahrung am Ort und dessen Umgebung aus und konzipiert ortsspezifische und situationsbedingte Konstruktionen. In anderen Arbeiten baut der Künstler autonome Konstruktionen, deren Grundformen sich auf altertümliche Bauwerke wie Pyramide oder Zikkurat beziehen. Chens Holzkonstruktionen sind durch Offenheit und Doppeldeutigkeit gekennzeichnet, welche die durch die Verwendung von dünnen und schmalen Holzplatten entstandenen Spalten erzeugen. Dieser offene und doppeldeutige Charakter potenziert die Verbindung und Interaktion zwischen Kunstwerk und Umgebung und dekonstruiert die klare Unterscheidung zwischen Innen und Außen, Innenraum und Außenraum. Zudem sind seine Arbeiten begehbar, so daß der Betrachter die Möglichkeit hat, sie in vielfältiger Weise und unmittelbar zu erleben. Auf diese Weise evozieren seine Werke die aktive Teilnahme des Betrachters und fördern dessen Kommunikation mit dem Objekt.

 

Text: So-Yean Goak

 


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