ANDREAS NANN: Vom Erscheinen und Verschwinden

01. September - 05. Oktober 2006

Meine Arbeit bewegt sich in einem fortwährenden Zwiespalt aus Harmonie und Disharmonie, Klarheit und Verstörung, Unlogik und noch größerer Unlogik. In den Bildern geht es um eine Übergeometrie, um ein nur noch geometrisch anmutendes Konstrukt. Auf den ersten Blick erscheint eine logische Konstruktion, die aber "fake" ist. Sie ist nur scheinbar plausibel und ist tatsächlich existentiell-emotionalen Ursprungs, fern aller Logik einer gewichtenden Zusammenfügung von Vertikalen und Horizontalen. Klassische geometrische Formen wie Kreis, Rechteck, Quadrat usw. tauchen selten auf, einzig die unterschiedlichsten Dreiecke. Die Kompositionen werden hauptsächlich durch Schrägen getragen, somit sind sie instabil, durch ihr Zusammenspiel aber wieder stabil. Das ganze ohnehin Verzogene wird zusätzlich durch abgebrochene Pinselgesten, herablaufende Farbe, Farbspray, unruhige Oberflächen irritiert.

 

Ich versuche Phänomene des Existentiellen in die Arbeit einzubinden. Jedes Bild entsteht aus der inneren Notwendigkeit heraus, Existentialismus in all seiner Widersprüchligkeit, Ohnmacht und Poesie darzustellen.

 

Text: Andreas Nann

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