SEN CHUNG: the definitive dream

19. September - 24. November 2003

Sen Chung, Winterlandschaft, 2002, (c) Sen Chung

Sen Chung verbindet in seinen Bildern immer zwei Wirklichkeiten miteinander. Es ist einerseits die Wirklichkeit des real Geschauten, des medial und auch in der Werbung Vermittelten, und es ist andererseits die Wirklichkeit des Bildes, bestimmt von einem großzügigen Umgang mit Farbflächen und immer wiederkehrenden geometrischen Bildstrukturen.

 

Der Künstler isoliert Realitätsausschnitte, erzeugt Wirklichkeitsfragmente und vernetzt sie in Bildkompositionen, die zumeist von einem charakteristischen Farbwert bestimmt und vom ihm bevorzugt in großen Formaten auf Leinwand umgesetzt werden. Dabei agiert er unabhängig vom Bildträger immer als Maler, der aus der Summe von Wirklichkeiten seine eigene bildimmanente Wirklichkeit erzeugt. Es ist spannend zu beobachten, wie hier ein Werk vor dem biografischen Hintergrund verschiedener Kulturen eine ganz konkrete Ausformung findet.


Vieles vermittelt sich als persönliche Aneignung, als eine Verarbeitung zu einem persönlichen System, das gleichzeitig jedoch auch wesentliche Tendenzen der aktuellen Realismusdebatte in sich trägt.

 

Text: Martin Hochleitner, Mai 2003

 

 

Weitere Informationen zu Sen Chung unter www.Kukjegllery.com

 

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