JOUNG-EN HUH: TRIO

23. Januar - 12. März 2009

Die 1969 in Busan, Korea geborene Joung-en Huh hat ihr Studium ab 1993 in Deustchland zunächst an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg aufgenommen, ehe sie 1995 an die Kunstakademie Düssedorf wechselte. Dort hat sie ihre künstlerische Aussbildung 1999 als Meisterschülerin von Christian Megert abgeschlossen und 2002 den Akademiebrief erhalten. Mit der Gründung des Düsseldorfer Projektes LADEN bzw. LADEN-GEDAN hat sie sich in den letzten Jahren in der Off-Space-Szene des Rheinlandes einen Namen gemacht. Sie hat jedoch nicht nur in Düsseldorf für andere Künstlerinnen und Künster Ausstellungen organisiert, sondern ist zugleich in einer Fülle von Einzel- und Gruppenausstellungen mt ihrer ganz eigenen Malerei hervorgetreten und hat vor allem mit ortbezogenen Rauminstallatioen auf sich aufmerksam gemacht.

 

Auch ihre Ausstellung in Bochum hat die Künstlerin bewusst auf ihre Rauminstallationen beschränkt, welche nicht vorab im Atelier, sondern erst im Anschluss an einem Ortstermin entstehen. Im Ergebnis hat Joung-en Huh - wie schon der Titel der Ausstellung "Trio" andeutet - die drei Etagen der Galerieräume mit durchaus unterschiedlichen, aber stets aus einfachen Materialien bestehenden architektonisch wirkenden Einbauten versehen. Diese gehen von den Bedingungen des jeweiligen Raumes aus und verändern auch den Raum und das Haus - um es mit der musikalischen Metapher auszudrücken: durch drei individuelle Stimmen oder Instrumente mit einem neuen Gesamtklang füllen. Huhs Installationen lassen den Raum statt als überall gleichartigen, neutralen Container als Raum von gleichsam unterschiedlicher Dichte erscheinen.

 

 

TRIO
Die Installation, die sich auf Begriffe wie Raumbegrenzung und Raumöffnung bezieht, umfasst drei Ebenen. Ausgehend von Fragen wie "was ist Innenraum, was ist Außenraum?", "ist dies offen, oder geschlossen?", entstehen Arbeiten, die zu neuen Raumsituationen und dadurch zu neuen Raumbetrachtungen führen.

Ebene 1 Serielles Geländer
Das Geländer, welches sich in diesem Raum befindet, wird verfielfacht. Die sechs neuen Elemente werden als Raumteiler eingesetzt.

Ebene 2 Downtown
In verschiedenen Formaten gebaute Tafeln werden im Raum verteilt. Sie stehen wie Schilder, wie neue Raumteiler, wie im dicht bewachsenen Stadtwald.

Ebene 3 InnenAussen
Ein Raum im Raum entsteht, aus Leinwand gebaut und mit Fenstern versehen. Man schaut durch die Fenster nach außen, in den Raum hinein, oder von dem Aussenraum durch die Fenster nach Innen. Zwei unterschiedliche Beleuchtungen unterstreichen die Raumverteilung.

Joung-en Huh

 

 

Weitere Informationen zu Joung-en Huh unter www.joungenhuh.com

 

 

Pressestimmen 

 

"galerie Januar zeigt einen Raum im Raum", WAZ, 20.0.2009, von Werner Streletz

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