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MARIA FRANZISKA VON HASSELBACH: Schaltjahr - Neue Arbeiten

29. Februar - 10. April 2008

"Die Bilder von Franziska von Hasselbach entstehen oft als Tuschen oder Gouachen. Wie von leichter Hand sind Farben und Formen zueinander gesetzt und auf der Bildfläche organisiert. Jede Arbeit folgt ihrem eigenen Vokabular, welches abstrakt bleibt und mit Worten nur unzureichend zu beschreiben ist. Die Formen, Bahnen überlagern sich, sie verschmelzen mitunter, und der Verzicht auf jede strikte Zeiligkeit ist nachgerade Prinzip.

Zwischen angemessener Behauptung und flüchtigem Auftrag changiert das bildnerische Geschehen. Schichtung und Rhythmus, ein Zulassen von Abweichungen und ein lakonisches Einhalten der Bildgrammatik sind einige der Phänomene, welche von Hasselbachs Arbeiten kennzeichnen.

In neueren Arbeiten konstituiert sich die Darstellung oft – teils als Negativ umrissen – aus Rautenformen oder ganz aus Quadraten. Die Bilder wirken stofflich, auch sind einzelne Raster pastos gesetzt. Bildträger ist nun zunehmend, neben dem Papier, die Leinwand. Die Farben fließen schon seit einigen Jahren mehr; sie stehen unverbunden nebeneinander. Weiterhin, durch die Schichtungen wie auf Abstand gerückt, liegen verschiedene Ebenen übereinander, interagieren aber miteinander. Die Ränder der Farbzonen sind unscharf, selbst hier entwickelt sich eine Vielzahl an Tönen und Anklängen an Form: im Zueinander von liquidem Schweifen und stabiler Präsenz. Aber diese Malerei bleibt in ihrer leichtfertigen Konzentration lapidar und sie regeneriert sich mit jedem Verfahren neu. Die Bildgruppen entwickeln sich kaum in kontinuierlichen Folgen; die Arbeiten ergänzen sich erst über Monate, teils Jahre hinweg. Mehrere Systeme laufen parallel, aber sie sind doch häufig den gleichen Prinzipien und Anliegen verpflichtet. Und immer handeln diese Arbeiten von visueller Aufmerksamkeit ... und sind auch im Kleinteiligen großzügig."
 

Thomas Hirsch in "Künstler in Düsseldorf" (Hg. Peter Liese), edition  biograph,  Düsseldorf und Salon Verlag,  Köln  2007

 

 

Pressestimmen

 

"Als wär's die Patina von Jahren", WAZ, 28.02.2008, von Werner Streletz

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