MARKUS KLEINE-VEHN: Synthesizer

07. Juni - 11. Juli 2002

Den ausgangspunkt der arbeit bildet die vorstellung der übersetzung einer potentiellen computerspiel-3d-grafik in einen realen raumzusammenhang. Ein gang wird konstruiert, welcher statt einer einfachen tür, wie in einem computerspiel, zwei räume miteinander verbindet. Es wird ein modul konstruiert, welches analog zur konstruktionsweise in einem 3d-programm mehrfach geloopt zu einem gang wird, der den hauptraum der ausstellungshalle mit dem so genannten kühlraum verbindet.

 

Das modul wird aus simulierten fundstücken, künstlich hergestellten fragmenten von spanplattenmöbeln und türen, zivilisationsmüll, vorgeblich sinn- und konzeptlos zusammengeschraubt. Auf der oberfläche werden standardbohrungen verteilt, welche eine nicht existente vergangenheit und funktionalität suggerieren, etwa bohrungen für den einsatz von türklinken, scharnieren oder regalbrettern. Selbst hergestellte aufkleber werden auf der oberfläche verteilt. Die wiederholung kleinster details, vermeintlicher fehler ist an jeder stelle sichtbar. Analog zur konstruktion von räumen und gegenständen in 3d-grafikprogrammen wird die form der zufälligen behelfsbauweise formalisiert und geordnet. Der müll wird zum muster, spontanität und zufall werden zur geste.

 

Text: Markus Kleine-Vehn

 

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