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KONTAKT

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Verein zur Förderung junger Kunst e.V.

 

Eislebener Str. 9 /

In der Schuttenbeck,

44892 Bochum-Langendreer

Tel: 0234/3600578

 

E-Mail:

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Öffnungszeiten:

Do. 17-19 Uhr;

und nach Vereinbarung

 

 

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Archiv

2015

Paul Baartmans - Blue Moon                                         20.02.-26.04.2015 in der Rotunde Bochum

Kunstvereinehoch3 präsentiert

 

PAUL BAARTMANS

BLUE MOON

 

Eine Videoinstallation in der Rotunde, Bochum.

Laufzeit: 20.02.- 26.04.2015, täglich ab Einbruch der Dunkelheit

 

Zur Eröffnung am Freitag, 20. Februar 2015, um 20 Uhr sind Sie und Ihre Freunde herzlich eingeladen.

Einführende Worte von Claudia Rinke.

 

Rotunde (alter Bochumer Hauptbahnhof), Konrad-Adenauer.Platz 3, 44787 Bochum.

 

Der niederländische Künstler Paul Baartmans nennt seine, für die Rotunde des alten Bochumer Hauptbahnhofes entwickelte Videoinstallation „Blue Moon“. Als ‚blauer Mond‘ wird im englischen Sprachraum eine astronomische Besonderheit bezeichnet: der sehr selten auftretende zweite Vollmond in einem Monat.

Der Mond als astronomischer Himmelskörper und als symbolträchtige Erscheinung in vielen unserer Erzählungen und Mythen faszinierte Paul Baartmans zeitlebens. Er sagt selbst dazu: „Der Mond ist in meinen Gedanken nie weit entfernt. Schon als Kind verzauberte mich die Erzählung eines kleinen Jungen, der, weil er eine Nacht nicht schlafen konnte, auf Mondstrahlen bis zum Mond spazierte, und dort angekommen, sich mit den Bewohnern anfreundete und alles mögliche erlebte. Erst als er neben seinem Bett aufwachte, war ihm klar, dass er alles geträumt hatte...“.

In seiner Arbeit für die Rotunde setzt sich der Künstler auf assoziative Weise mit der eigenen und der allgemeinen menschlichen Faszination sowie den physikalischen und mythologischen Eigenschaften des Mondes auseinander.

Den Aufbau der Rotunde mit seinen vertikalen Fensterband verbindet Baartmans mit dem Prinzip eines Zoetrops (im Volksmund auch Wundertrommel genannt), eines der frühesten Beispiele des mechanisch erzeugten bewegten Bildes, und damit eines Vorläufers des Kinos. Selbst produzierte Realaufnahmen und komponierte Animationen des Mondes werden mit Aufnahmen von unterschiedlichen Zoetropen, sowie den kinomatografischen Ergebnissen dieser kombiniert. Die dadurch erzeugten dynamischen Aufnahmen führen zu bizarren optischen und oszilloskopischen Effekten.

Mit einer zusätzlichen Lichtinstallation innerhalb der Rotunde wird das auf den Fenstern projizierte Videobild erweitert und verfremdet. In unregelmäßigen Abständen leuchtet diese auf und überblendet bzw. ‚verhellt‘ das Videobild. Paul Baartmans weist damit zum einen auf die Dialektik hin, die dem Mond in Zusammenhang mit der Sonne (Tag und Nacht/Licht und Dunkelheit) zugeschrieben wird. Gleichzeitig erschafft er eine Lichtskulptur, die über die reine Videoprojektion hinausgeht.

 

Text: Claudia Rinke

 

Weitere Informationen zu Paul Baartmans erhaletn Sie auf der internetseite des Künstlers unter www.paulbaartmans.nl.

 

Kunstvereinehoch3 ist ein Kooperationsprojekt von:

Kunstverein Bochumer Kulturrat e.V. - www.kulturrat-bochum.de

Kunstverein Bochum e.V. - www.kunstverein-bochum.de

galerie januar - Verein zur Förderung junger Kunst e.V. - www.galerie-januar.de

 

 

 

 

 

 

2014

Alischa Diana Leutner - Doubt that the sun doth move (19.10.-30.11.2014)

Kunstvereinehoch3 präsentiert:

 

Alischa Diana Leutner
"Doubt that the sun doth move
"

 

Eine Videoprojektion in der Rotunde Bochum anlässlich der Bochumer Shakespeare-Wochen 2014.

 

Die Künstlerin unternimmt den Versuch, Shakespeare in einer "experimentellen, modernen  Bildübersetzung“ zu präsentieren. Eigens für die Bochumer Shakespeare-Tage 2014  entstand als Auftragswerk dreier Kunstvereine (Galerie Januar, Kunstverein Bochum und Kunstverein Bochumer Kulturrat) und des Kulturbüros der Stadt  Bochum eine 30-minütige Videocollage, bei der die Künstlerin von Zitaten einiger ausgewählter Shakespeare-Dramen ausgeht. Diese abgefilmten Textstellen bilden die Hintergrundfolie für kleine, im Greenscreen-Verfahren inszenierte  Handlungsmomente, die sich auf bestimmte Zitate und exemplarische Shakespeare-Figuren beziehen, darunter Hamlet, Romeo und Julia. Mithilfe von Beamern werden die bewegten Bilder im Fensterkranz, einer kreisrunden Installation auf dem Dach der Rotunde, zu sehen sein und können dort jeden Abend während der Bochumer Shakespeare-Wochen ab 21 Uhr bis in die frühen Morgenstunden täglich bis zum 30. November betrachtet werden.
 
Alischa Diana Leutner (1979 in Wickede/ Ruhr geboren) studierte an der Technischen Universität Dortmund von 2001 bis 2004 Philosophie und Anglistik und von 2004 bis 2010 Kunst und Kunstwissenschaft. 2009 war sie Mitbegründerin des jungen Künstlerkollektivs „Salon Atelier“. 2010 gründete sie die "Hysterical Media Art Exhibition", ein gemeinsames Offspace-Ausstellungsprojekt junger Künstler. 2010 bis 2012 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin der ID factory im Fachbereich Kunst der Technischen Universität Dortmund.
Lehraufträge verbinden sie seit 2010 mit der Hochschule Bochum, IBKN - Institut für Bildung, Kultur und Nachhaltige Entwicklung, und seit 2011 mit der Technischen Universität Dortmund, Fachbereich Kunst. Zu den Auszeichnungen Alischa Diana Leutners, die ab 2004 an zahlreichen Ausstellungen beteiligt war, zählt der Grafikpreis 2008 der Technischen Universität Dortmund.

 

 

Gefördert vom Kultürbüro der    und der 





 

Kunstvereinehoch3 ist ein Kooperationsprojekt von:

Kunstverein Bochum www.kunstverein-bochum.de

Kunstverein Bochumer Kulturrat www.kulturrat-bochum.de

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Gudrun Kemsa - Queens (28.2.-13.4.2014)

Gudrun Kemsa, Queens, 2012/14, Video-Still (c) Gudrun Kemsa

Kunstvereinehoch3 präsentiert:

 

Gudrun Kemsa - Queens

 

in der ROTUNDE des Katholikentagsbahnhofs, Bochum

(Konrad-Adenauer-Platz 3, 44787 Bochum)

 

Eröffnung: Freitag, 28. Februar 2014, um 19 Uhr

Einführende Worte von Ulrich Fernkorn.

Sie und Ihre Freunde sind herzlich eingeladen.

 

Laufzeit: 28. Februar - 13. April 2014, täglich bei Dunkelheit

 

 

Im Rahmen von "Kunstvereinehoch3" setzen die drei Bochumer Kunstvereine ihr Kooperationsprojekt im Zentrum der Innenstadt auch im Jahre 2014 fort: Mit der

3-Kanal-Videoprojektion „Queens“ der Düsseldorfer Künstlerin Gudrun Kemsa (geb. 1961 in Datteln) wird die Rotunde des Alten Bochumer Hauptbahnhofs vom 28. Februar bis zum 13. April 2014 nach Einbruch der Dunkelheit mit bewegten Bildern neu bespielt.  

Gudrun Kemsa hat ein 2012 als 2-Kanal-Video realisiertes Werk für die panoramaartige Projektionsfläche des halbrunden Fensterbandes der Rotunde in eine 3-Kanal-Videoprojektion umgewandelt. Der knapp sieben minütige Loop zeigt in drei zeitlich versetzten und sich ergänzenden dynamischen Projektionen die Bilder einer Kamera aus einem fahrenden Zug. An manchen Stellen verschmelzen zwei oder drei der Projektionen zu einem durchgehenden Bild, häufiger aber werden wechselnde Aspekte derselben Zugfahrt auseinander halten. Man sieht mehr oder weniger stereotype Bilder von Vorstadtlandschaften mit in Bewegung erfassten Immobilien, wie sie in vielen Großstadtregionen vorkommen. Bei längerer Betrachtung aber lassen sich die Bilder eindeutiger verorten, da die Kamera nacheinander auch zwei Bahnhöfe erfasst, auf deren Hinweisschildern „Astoria Boulevard“ bzw. „Broadway“ zu lesen ist. Es handelt sich bei „Queens“ demnach um die Wiedergabe eines kurzen Streckenabschnitts eines Zuges, welcher in New York vom titelgebenden Stadtteil im Osten Richtung Midtown Manhattan bis nach Coney Island im Süden fährt.    

In „Queens“ von Gudrun Kemsa sind es gerade die Bahnhofshalte, welche eine dem Alltag entsprechende Verlangsamung gegenüber der ansonsten - im Wortsinne – zügigen Bewegung der Filmbilder bewirken und ihrem „Drive“ einen sensibel kalkulierten Rhythmus verleihen: Gerade an den beiden Haltestellen ergeben sich Momente der Ruhe, wenn wartende Personen auf dem Bahnsteig, die in der eben noch schnellen Fahrt nur schemenhaft sichtbar waren, von anderen abgelöst werden, die mit abnehmender Geschwindigkeit deutlicher werden und zum Teil sogar zu stilllebenhafter Präsenz und bildmäßiger Klarheit gelangen. Und vielleicht sind es gerade solche bildhaften Momente, in denen einzelne Personen oder kleine Gruppen als raumkonstituierende Faktoren und als Verlebendigung der urbanen Bühne erscheinen, durch die Gudrun Kemsas Projektion am stärksten über das bloß Dokumentarische einer gefilmten Zugfahrt hinausgeht.

 

 

Weitere Informationen zu Gudrun Kemsa finden Sie auf der Internetseite der Künstlerin www.kemsa.de.

 

 

Gefördert vom Kultürbüro der    und der 





 

Kunstvereinehoch3 ist ein Kooperationsprojekt von:

Kunstverein Bochum www.kunstverein-bochum.de

Kunstverein Bochumer Kulturrat www.kulturrat-bochum.de

galerie januar - Verein zur Förderung junger Kunst www.galerie-januar.de

 

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2013

Rona Rangsch - jellyfire:rotunde (3.10.-8.12.2013)

Rona rangsch, jellyfire:rotunde, 2013, Video, 3D-Animation, Still , (c) Rona Rangsch

Kunstvereinehoch3 präsentiert:

 

Rona Rangsch

jellyfire:rotunde

 

3D-Animation, Loop, 2007/2013

 

in der ROTUNDE des Katholikentagsbahnhofs, Bochum

(Konrad-Adenauer-Platz 3, 44787 Bochum)

 

Eröffnung: Donnerstag, 3. Oktober 2013, 21 Uhr

Sie und Ihre Freunde sind herzlich eingeladen.

 

Laufzeit: 3. Oktober bis 8. Dezember 2013, täglich ab 21 Uhr

 

 

Die Animation entführt uns in eine von fremdartigen Wesen bevölkerte Welt: scheinbar schwerelos schweben die Leuchtstrukturen, deren Texturen auf Feuerwerksspuren basieren, im schwarzen Raum - biolumineszente Tiefseelebewesen, Quallen oder doch kosmische Phänomene? Durch die Projektion in die Rotunde des Katolikenbahnhofs in Bochum erhält die Arbeit neben der Computer-animierten eine reale Räumlichkeit, deren Dimensionen sie jedoch zu sprengen scheint: Von außen betrachtet scheinen sich im Inneren ungeheure Weiten aufzutun.

 

Rona Rangsch studierte Physik an den Universitäten von Köln und Saarbrücken, wo sie 1996 in theoretischer Hochenergie-Physik diplomierte. Nach Forschungsaufenthalten an einigen renommierten Instituten machte sie Physik 1999 zum Hobby, um eine Karriere als Medienkünstlerin anzustreben. Sie war Gaststudentin an de Kunstakademie Düsseldorf und hat eine Fortbildung in Multimedia-Design am ca.medien.colleg Essen absolviert. Neben eigenen Ausstellungsaktivitäten im In- und Ausland organisiert sie das Ausstellungs- und Residency-Programm im Künstlerhaus Dortmund mit, wo sie seit 2003 Mitglied ist. Sie hat eine Reihe internationaler Residency-Grants – u.a. in Kanada, Norwegen, Irland und Japan – und Förderstipendien – z.B. vom Institut für Auslandsbeziehungen, der Willy-Brandt-Stiftung und der Memorial University of Newfoundland – erhalten.
Im Zentrum der Arbeit von Rona Rangsch steht die Identifizierung und Sichtbar-Machung unerwarteter inhaltlicher wie ästhetisher Zusammenhänge von Sachverhalten oder Phänomenen aus den verschiedensten Kontexten. Sie möchte neue Perspektiven und Blickwinkel eröffnen und die Flexibilität der Wahrnehmung anregen. Rangsch vertritt die These, dass es viele Weisen gibt, wie wir die uns umgebende Welt wahrnehmen und in Beziehung setzen können, die alle denselben individuellen Wahrheitsgehalt besitzen.

 

 

Weitere Informationen zu Rona Rangsch finden sie auf der Internetseite der Künstlerin www.rangsch.de.

 

 

Gefördert vom Kultürbüro der    und der 





 

Kunstvereinehoch3 ist ein Kooperationsprojekt von:

Kunstverein Bochum www.kunstverein-bochum.de

Kunstverein Bochumer Kulturrat www.kulturrat-bochum.de

galerie januar - Verein zur Förderung junger Kunst www.galerie-januar.de

 



 

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galerie januar bei der Emscherkunst.2013

VIDEO:MUSIK

13. - 25. September 2013

 

 

Der fensterlose Innenraum des Standardcontainers, den die KunstVereineRuhr während der Emscherkunst.2013 abwechselnd bespielen, ist eher“ Black Box“ als „White Cube“. Es erscheint naheliegend, die minimalistische Box mit Hilfe von Beamer, Abspielgerät und Lautsprechern hinter einer raumhohen Rückprojektionsfolie in einen Lichtspielraum zu verwandeln. galerie januar zeigt in einem von ihr kuratierten abwechslungsreichen Programm höchst unterschiedliche künstlerische 1-Kanal-Videos, die ein Gemeinsames in ihrem zentralen Gegenstand haben, nämlich der Musik. Auf sie als thematische Leitlinie der Auswahl soll auch der übergreifende Titel des Screenings „Video:Musik“ hinweisen. Bewusst finden damit die zwei Bereiche, die in Form von Filmprojektionen und dem Musikprogramm ohnehin Bestandteile des Angebots an Veranstaltungen der KunstVereineRuhr bei der Emscherkunst.2013 sind, in einem einzigen Medium zusammen. Die ausgewählten sechs Positionen werden während der gesamten Öffnungszeit durchgehend und aufeinander folgend gezeigt, wobei die Laufzeit eines Durchgangs der jeweils kurzen Filme nicht mehr als etwa 40 Minuten beträgt und also – genau wie die Zahl der Teilnehmer/innen - noch überschaubar für den Besucher bleiben sollte. Für die getroffene Auswahl, die von vornherein lediglich Musikvideos im gängigen Verständnis von Kurzfilmen, die Musikstücke mit Bildern begleiten, ausschloss und stattdessen auf die originelle Qualität von Künstlervideos setzte, spielte insbesondere die Frage eine Rolle, ob der jeweilige Beitrag nicht nur den Kennern der Videoszene sondern auch den unvorbereiteten Besucher, egal an welcher Stelle des Videoprogramms dieser den Container betritt, sofort in seinen Sog ziehen und zum zumindest mehrminütigen Verweilen veranlassen kann. Die ausgewählten Beiträge sind allesamt von einem bis ins Skurrile reichenden Humor geprägt und von hohem Unterhaltungswert, ohne ihren künstlerischen Anspruch aufzugeben. In der für sie insgesamt kennzeichnenden Präzision der Bild- und Tonsprache und deren unterschiedlichem Wechselverhältnis bieten die Videoarbeiten von Freya Hattenberger, Martin Liebscher, Lucie Mercadal, Jens Pecho, Stefan Rohrer und Corinna Schnitt eine größtmögliche Gewähr dafür, unseren Gehör- wie Gesichtssinn gleichermaßen beschäftigen und faszinieren zu können, und zwar sowohl auf Anhieb wie über die tatsächliche Betrachtungszeit hinaus.

 

Text: Ulrich Fernkorn

 

galerie januar zeigt folgende Beiträge:

 

Freya Hattenberger, "Sirene", 3:30, 2006
Martin Liebscher, "Me, myself and I", 3:12, 2008
Lucie Mercadal, "Hafenpfütze", 3:48, 2012
Jens Pecho, "Toccata", 3:29, 2010

Stefan Rohrer, "Der Hölle Rache kocht in meinem Herzen", 4:30, 2006 Corinna Schnitt, "Schloss Solitude", 10:00, 2002

 

 

Eröffnung: Freitag, 13. September 2013, um 19 Uhr. Einführende Worte von Ulrich Fernkorn.

 

 

 

KUNST VEREINE RUHR

bei der EMSCHERKUNST 2013

22. Juni - 6. Oktober 2013

 

 

 

 

Im Sommer 2013 verschmelzen die KunstVereineRuhr. Neun Ausstellungen, drei aufeinander folgende internationalen Artist-Residencies sowie einem Film- und Musikprogramm zu einem sich stetig verändernden utopischen Ort: dem BLOWIN' FREE Containerdorf.

 

Neun im Ruhrgebiet ansässige Kunstvereine und Künstlerhäuser haben für EMSCHERKUNST.2013 ein gemeinsames kuratorisches Konzept entwickelt, das insbesondere die künstlerische Autonomie dieses institutionellen Netzwerks repräsentiert. In einem von Ooze-Architects aus Rotterdam umgesetzten Containerdorf finden in den 100 Tagen Laufzeit ein Artist in Residence-Programm mit der Künstlergruppe FSH sowie den Künstlern Dai-Goang Chen und Jan Köchermann sowie ein kuratiertes Ausstellungs-, Film- und Musikprogramm statt. Ziel ist, einen sich stetig verändernden Ort zu schaffen, der den Besuchern die Möglichkeit gibt, Kunstvereine und Künstlerhäuser als Orte der zeitgenössischen Kunstproduktion zu erleben, die im Vergleich mit anderen Institutionen in weitaus höherem Maße flexibel sind, am Puls der Zeit agieren, mit deutlich weniger Planungsvorlauf auf das aktuelle Geschehen reagieren können und damit innovative Zugänge zu zeitgenössischer Kunst schaffen.

 

Ein signifikantes Symbol für das Leben des flexiblen Menschen in einer globalisierten, mobilen und sich permanent verändernden Welt ist der Container. In weitestem Sinne ist er daher den Kunstvereinen verwandt und bietet damit spannende Voraussetzungen für einen Ort künstlerischer Produktion und Ausstellung. Nicht ohne Grund nutzt der Kunstverein St. Pauli, der ein dreiwöchiges Gastspiel bei BLOWIN' FREE gibt, einen Übersee-Container für Ausstellungen und Veranstaltungen.

 

 

 

BLOWIN' FREE ARTIST IN RESIDENCE:

Fritz-Schramma-Halle/FSH Köln,

Dai-Goang Chen und

Jan Köchermann

 

BLOWIN' FREE EXHIBITION: Ausstellungs-Container der KunstVereineRuhr
Künstlerhaus Dortmund: Anett Frontzek

LABSA: multimediale Oper Echo und Narzissen
Dortmunder Kunstverein: Katrin Wegemann HÜPFEN
Kunstverein Ruhr: Almut Linde Dirty Minimal #73.2 — Container/Earthroom
Kunstverein Gelsenkirchen, Kunstverein Hinterland: walking landscapes - Kunst und gute Mode

Projektraum Fotografie: Weit, weit von hier, hier vor meiner Tür. Mensch und Topografie. Fotografien von Haiko Hebig, Gerhard Kurtz und Daniel Sadrowski

galerie januar: VIDEO:MUSIK
Kunstverein Bochum: Christine Schulz 27092013-06102013
Kunsthaus Essen: Johannes Gramm Wanne Eickel
Kunstverein St. Pauli: WER ZURÜCK BLEIBT WIRD ZURÜCK GELASSEN - Tour 2012/2013

 

BLOWIN' FREE SOUNDSYSTEM:

DJ- und Club-Szene der Region, kuratiert von Martin Juhls

 

BLOWIN' FREE MOVIEPARK: Filmprogramm „Zu Wasser und zu Land“, kuratiert von Hilde Hoffmann

 

BLOWIN' FREEday

Jeden Freitag Vernissagen, Filme, Musik, Performances

 

Standort: Auf der Emscherinsel nördlich der Brücke „Slinky Springs to Fame“ von Tobias Rehberger, Oberhausen, Haltestelle: Schloss Oberhausen.

 

 

Projektleitung: Reinhard Buskies, Sandra Dichtl, Peter Schneider, Uwe Schramm

 

 

Weitere Informationen zum Projekt BLOWIN' FREE und zu KunstVereineRuhr finden Sie auf der Internetseite www.kunstvereineruhr.de.

 

 

 


 

 

Uwe Engels & Jacqueline Krämer

LATERNA AMORICA - love in the city

12. April - 30. Juni 2013, ROTUNDE (Katholikentagsbahnhof), Bochum

 

Der Kunstverein Bochumer Kulturrat, der Kunstverein Bochum und die galerie januar e.V. starten im April ihr Kooperationsprojekt im Herzen der Innenstadt. Unter der Dachmarke „Kunstvereinehochdrei“ bespielen die drei Bochumer Kunstvereine dann zusätzlich zu ihren gewohnten Ausstellungsräumen in den Außenbezirken Bochums in Gerthe, Stiepel und Langendreer gemeinsam die Rotunde des Katholikentagsbahnhofs gegenüber dem Bermuda3eck mit zeitgenössischer Video- und Projektionskunst, die speziell für diesen besonderen Ort in Bochums Mitte entsteht.

Eröffnet wird die Folge der jeweils für Frühjahr und Herbst vorgesehenen wechselnden Lichtspiele mit einer animierten Projektion von dem Bochumer Künstlerduo Uwe Engels & Jacqueline Kraemer. "Laterna amorica - love in the city" zeigt einen Reigen sich umeinander drehender, stark farbiger Figuren, die sich - in steter Wiederkehr derselben Abläufe - mal voneinander entfernen, mal einander annähern und sich dabei küssen. Engels & Kraemer beziehen sich dabei auf Bildmaterial aus vorangegangen Kunstwerken. Es handelt sich bei den gegengleich in rot und blau gekleideten Figuren um die animierte Projektion der Bewegungen von sogenannten kindlichen Kusspüppchen, also jenen kleinen nostalgischen Spielzeugfiguren der 50er bzw. 60er Jahren. Die Arbeit kann als augenzwinkender Kommentar zum Geschehen im benachbarten Bermuda3eck gesehen werden.

 

Gefördert vom Kultürbüro der    und der 





 

Kooperationspartner:

Kunstverein Bochum www.kunstverein-bochum.de

Kunstverein Bochumer Kulturrat www.kulturrat-bochum.de

galerie januar www.galerie-januar.de

 



 

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2012

Nikola Dicke - Orangerie

23. November 2012 - 30. Januar 2013

 

 

Nikola Dicke, Entwurf für die Lichtinstallation "Orangerie" in der Rotunde Bochum, 2012

 

 

ROTUNDE, Alter Katholikentagsbahnhof, Bochum

täglich von 18- 2 Uhr

 

Nikola Dickes Kunst, die immer wieder verschiedene Medien nutzt, kommt im Wesentlichen von der Zeichnung her. Durchgängiges Thema ihrer Arbeiten ist das Licht bzw. der Gegensatz von Hell und Dunkel. Sie zeichnet, indem sie Diagläser mit Ruß schwärzt und ihre Motive in das Schwarz hineinkratzt. Aus den miniaturhaften Zeichnungen werden durch Projektion in den Raum greifende und den Raum verändernde Licht-Zeichnungen.
In Bochum bespielt die Künstlerin jene voll verglaste Lichtöffnung, welche als umlaufendes Band aus 32 rechteckigen Fenstern das Flachdach des Gebäudes an der Stelle des Alten Bochumer Hauptbahnhofs bekrönt und aus dessen Rundform der Name Rotunde stammt. Den Fenstern sind von Innen eine zweite Schicht von Fenstern vorgehängt, die mit semitransparenter Folie beklebt sind und auf ihnen von Außen sichtbare Projektionen ermöglichen. Auf großen Abschnitten dieser Fenster hat Nikola Dicke mit Hilfe einiger Profilscheinwerfer Lichtranken erzeugt, Blumen, Blätter und Orangenbäume, die die Rotunde im Winterdunkel in ein von Innen leuchtendes Gewächshaus verwandeln. Zusätzlich dazu werden durch zwei sich drehende Diaprojektoren bewegte Bilder von kleinen Vögeln und bunten Schmetterlingen projiziert, so dass der Eindruck entsteht, als ob Tiere durch das Gebäude und die Gewächse flattern. Dabei sind die Bewegungen der Vögel und Schmetterlinge besser noch als zwischen den Lichtranken an jenen dunklen, von Bewuchs freien Fensterabschnitten zu sehen – ein lebendiges Spiel leuchtender Farben, das die Aufmerksamkeit von Passanten und Zugreisenden wecken kann, selbst gegenüber den vielen konkurrierenden Lichterscheinungen des Verkehrs, der Reklame und der Beleuchtung der nächtlichen Stadt.
Was bei Tag wie der gewohnte Dachaufsatz der Rotunde aussieht, verwandelt sich bei Nacht durch Dickes Lichtinstallation zum architektonisch herausgehobenen Abschluss einer atmosphärisch aufgeladenen imaginären "Orangerie". Ihre durchscheinenden Bilder haben etwas Traumhaftes an sich und scheinen wie Erinnnerungen aus unserem Bewusstsein aufzusteigen.

Ulrich Fernkorn

 

 

Weitere Informationen zu Nikola Dicke finden Sie auf der Internetseite der Künstlerin www.nikola-dicke.de.

 

 

"Licht-Installation. Paradies-Vögel kreisen in der Rotunde", Ruhr Nachrichten, 21.11.2012, von Carolina Meinert

 

"Lichtinstallation im alten Bahnhof", WAZ, 22.11.2012, von Tom Thelen

 

 

Das Projekt wird gefördert von

 

dem Kulturbüro der

 

und

 

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2011

Dirk Schlichting - Nachtexpress (4.2.-3.4.2011)

 

 

Dirk Schlichting, Nachtexpress, 2011, Installation in der Rotunde, Bochum (Detail))

 

 

Dirk Schlichting, Nachtexpress, 2011, Installation

ROTUNDE, Alter Katholikentagsbahnhof, Bochum

 

Projektbeschreibung
Bei Dunkelheit sieht man auf den Fensterscheiben der Kuppel den Schattenwurf eines Zuges, der gleichmäßig seine Kreise zieht: eine Dampflokomotive mit drei Personenwaggons.
Die Projektion weckt durch Art und Einfachheit Verknüpfungen zu Vergangenem oder zu Spielzeugwelten. Sie verweist einerseits auf Geschichte, Bedeutung und Umgebung des Gebäudes und verfremdet gleichzeitig durch die Art der Projektion den Ort.


Umsetzung des Projekts
In Höhe der Fenster wird innen in der Kuppel eine Trägerkonstruktion aus Alutraversen errichtet (2 Punkt Naxpro Truss 4 stk a 3m, die zu 2 Trägern mit je 6m Länge zusammengesteckt werden. Querverbinder sorgen für seitliche Stabilität). Mittig befindet sich ein Schienenkreis, auf dem eine Modelleisenbahn fährt (Märklin HO). Durch ein punktförmiges Leuchtmittel in der Mitte des Schienenkreises (Halogenlampe 150 W) ergibt sich der Schattenwurf an den Fenstern.
Die Trägerkonstruktion ist so konzipiert, dass sie leicht demontiert werden kann. Das Leuchtmittel ist nach unten abgeschirmt, damit es Besucher im Innenraum nicht blendet.
Die Fenster sind mit weißer transluzenter Adhäsionsfolie beklebt.

 

 

Weitere Informationen zu Dirk Schlichting finden Sie auf der Internetseite des Künstlers www.dirkschlichting.de.

 

 

Das Kunstwerk ist eines der Pilotprojekte der Kooperation "Gahlenscher Kohlenweg" von mehreren Kunstvereinen im Ruhrgebiet www.gahlenscher-kohlenweg.de 

 

 

"Geisterzug grüßt aus der Vergangenheit", WAZ, 4.2.2011, von Tom Thelen

 

 

Das Projekt wird gefördert von

 

 

dem Kulturbüro der

 

und



 

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2010

Klaus Dauven - abgefahren

(Juli - Oktober 2010)

 

 

 

 

Klaus Dauven, abgefahren, Still-Leben Ruhrschnellweg, A40 - Kreuzung B 226 Dorstener Straße, Bochum, 2010, ca. 400 x 4,40 m, im Rahmen von "stillleben", RUHR.2010

 

Eröffnung 18. Juli 2010

 

Der Künstler Klaus Dauven arbeitet hauptsächlich im öffentlichen Raum, indem er von verschmutzen Flächen aller Art, wie z.B. Brückenpfeilern, Verkehrsschildern etc. Teile der Patina mit Reinigungswerkzeugen entfernt und durch den entstehenden Kontrast zwischen gesäuberter und noch verschmutzter Fläche Zeichnungen entstehen lässt. Das Spektrum reicht von der partiellen Säuberung minimaler kleiner Flächen bis hin zu ganzen Staumauern. Für RUHR.2010 hat Klaus Dauven eine Reinigungszeichnung für eine Wandfläche an der A40 in Höhe Bochum/Dorstener Straße entworfen. Dort wird er auf der Länge von ca. 400 Metern links, rechts und unterhalb der Brücke auf der nördlichen Wandseite seine Arbeit "abgefahren" anbringen. Das Motiv besteht aus unterschiedlich großen Kreisen, durch die sich eine Linie zieht. Dabei wird er auch von der Möglichkeit der Positiv-Negativ-Zeichnung Gebrauch machen, so dass das Motiv auf der Wandfläche hell und unter der Brücke dunkel erscheinen wird. 

 

Weitere Informationen zu Klaus Dauven finden Sie auf der Internetseite des Künstlers www.klaus-dauven.de.

 

 

Das Kunstwerk ist Teil der Kooperation "Gahlenscher Kohlenweg" von mehreren Kunstvereinen im Ruhrgebiet zur RUHR.2010 - www.galenscher-kohlenweg.de.

 

 

"Abgefahren. Klaus Dauven zeichnet auf der A40 mit dem Hochdruckreiniger", Ruhr Nachrichten, 14..07.2010, von Ronny von Wangenheim


Ruhr.2010-Kust wird einfach "abgefahren", WAZ, 31.10.2010, von Jürgen Boebers-Süßmann

 

 

 

teaser ruhr 20101

 

 

Das Projekt wird gefördert von

 

dem Kulturbüro der

 

 

http://www.hoffmann-reinigungstechnik.de/Kaercher-Logo.jpg

 

 

 

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Dirk Schlichting - schrankenlos

(Mai 2010 - Juni 2011)

 

 

 

 

Dirk Schlichting, schrankenlos, 2010, Westpark Bochum

Mai 2010 - Juni 2011

 

Eröffnung 28. Mai 2010

 

Material:
ca. 50 lichtdurchlässige rotweiß – gestreifte Kunststoffrohre
(Acrylglas, mit transluzenter Folie beklebt), Durchmesser 15 cm,
Länge je 4 m, mit innenliegendem LED Licht versehen.


 

Das Jahrhunderthallenareal, Bochum Westpark, ist in den letzten Jahrzehnten in einen
Landschaftspark verwandelt worden, der die industrielle Vergangenheit im Bewusstsein hält und gleichzeitig den Wandel der Region deutlich macht.
Auf diesem Gelände, angrenzend an den historischen Gahlenschen Kohlenweg, befindet sich das Stellwerk Nr.3. Der ehemalige Arbeitsraum der Wärter war leer, die Verglasung entfernt, das Gebäude entfunktionalisiert mit stark skulpturalem Charakter.
Der unverglaste „Aussichtsraum" des Bahnwärterhauses wurde mit ca. 50 Schlagbäumen
versehen, die ungeordnet, ähnlich einem Mikadospiel (aber mit Betonung der Längsausrichtung des Gebäudes), den Zwischenraum füllen. In der Dunkelheit erscheinen die Schlagbäume als illuminierte Körper.
Der Gahlensche Kohlenweg wurde im 18. Jahrhundert durch mehr als 50 Schlagbäume
unterbrochen, an denen Zoll entrichtet werden musste.

Die Arbeit versteht sich als skulpturale Ergänzung der bestehenden Architektur und passt sich nahtlos ins inhaltliche Konzept des Areals ein.

 

 

Weitere Informationen zu Dirk Schlichting finden Sie auf der Internetseite des Künstlers www.dirkschlichting.de.

 

 

 

teaser ruhr 20101

 

 

Das Kunstwerk ist Teil der Kooperation "Gahlenscher Kohlenweg" von mehreren Kunstvereinen im Ruhrgebiet zur RUHR.2010 - www.galenscher-kohlenweg.de.

 

 

"Wie man aus Schlagbäumen Kunst kreiert", WAZ, 27.05.2010, von Werner Streletz

 

"Stellwerk-Installation abgebaut", WAZ, 30.05.2011, von JBS


"Drei Bochumer Kunstvereine. Kunst im Grenzgebiet Ruhr", Ruhr Nachrichten, 23.03.2010, von Ronny von Wangenheim

 

"Mikados im Westpark. Künstler installiert 50 Schranken in Bahnwärterhäuschen", Ruhr Nachrichten, 26.05.2010, von Maren Volkmann


"Westpark. Kunstwrk "schrankenlos" erleuchtet Abenddämmerung", Ruhr Nachrichten, 30.05.2010, von Marcus Friedrich


"Installation "schrankenlos" von Dirk Schlichtig im Bochumer Westpark", www.labkultur.tv

 

"Dirk Schlichtings Installation "schrankenlos" leuchtet am Gahlenschen Kohlenweg, ww.labkultur.tv

 

 

Das Projekt wird gefördert von:

 

dem Kulturbüro der

 

 

Logo Bochumer Verein Verkehrstechnik GmbH



 

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2009

Ralf Witthaus - Vortrieb - das aquatile Denkmal (Rasenmäherzeichnung, 10.-29.8.2009)

Ralf Witthaus, Vortrieb - das aquatile Denkmal, 2009, Rasenmäherzeichnung, Wiesental, Bochum

 

 

 

Ralf Witthaus - Vortrieb - das aquatile Denkmal

Rasenmäherzeichung, Wiesental, Bochum

 

Mähaktion 10. - 15. August 2009

Richtfest 15. August 2009, 17 Uhr

 

Das Kunstwerk ist zwei Wochen lang jederzeit zu besichtigen.

 

 

Auf der Parkfläche des Wiesentals in Bochum werden vom 10. bis 15. August 2009 Schwimmbeckenlinien in den Rasen gemäht. Die Zeichnung nimmt die Landschaftsform des Wiesentals Richtung Wasser auf. Sehr bewußt werden die Blickrichtungen, Fließrichtungen, Distanzen des Flanierens in Szene gesetzt. Es sind direkte, gerade Wege mit Anfang und Ende. Sie sind ca. zwei Meter breit und laden die Spaziergänger zum Benutzen ein. Das temporäre Denkmal entsteht in einer Arbeitswoche, und ist für etwa 14 Tage sichtbar. Der Rasen wird bis zur Grasnarbe entfernt. Er regeneriert sich selbstständig - nach etwa 3 Wochen ist es, als wäre auf der 10.000 qm Wiesenfläche das Kunstwerk nie dagewesen.

Ralf Witthaus

 

 

"Rasenmäherkunst im Wiesental" - Fotostrecke der RuhrNachrichten 

 

 

Das Kunstwerk ist eines der Pilotprojekte der Kooperation "Gahlenscher Kohlenweg" von mehreren Kunstvereinen im Ruhrgebiet zur RUHR.2010.

Weitere Informationen zu dieser Kooperation unter www.gahlenscher-kohlenweg.de - mit einem Text von Ulrich Fernkorn.

 

 

 

teaser ruhr 20101

 

 

 

Das Projekt wird gefördert von

 

 

 

 

dem Kulturbüro der

 

 

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2005

Klaus Dauven - Brückenbaumwerk

 

 

 

 - eine Zeichnung im öffentlichen Raum

entstanden anlässlich des 25jährigen Jubiläums von galerie januar

 

Eröffnung, 2. September 2005, um 20 uhr

 

Klaus Dauven in Bochum-Langendreer

Das künstlerische Hauptinteresse von Klaus Dauven gilt dem öffentlichen Raum und besonders den vernachlässigten Nebenschauplätzen. Für sein jüngstes Werk in Bochum hat Klaus Dauven einen eher hässlichen Unort unter einer Brücke gefunden, im Abseits des Stadtteils Langendreer die Eisenbahnüberführung Gasstraße nahe der S-Bahn-Haltestelle Langendreer-West. Nicht jeder wird dort die anonyme Wandgestaltung überhaupt bemerken. Denn es gehört zum Konzept von Dauvens Kunst, dass sie in ihrer subtilen Unaufdringlichkeit leicht zu übersehen ist. Wer sie jedoch auf einer der beiden seitlichen Sichtbetonwände der Brücke plötzlich und en passent entdeckt, der sieht in völlig gleichwertigem Neben- bzw. Hintereinander vier wandbeherrschende geometrische Liniengebilde, welche unmittelbar an Bäume erinnern. Obwohl keines der schematisierten Liniengebilde mit einem anderen identisch ist, existieren sie dennoch in deutlicher Bezugnahme aufeinander.
In eben dem Maße, in dem die Bäume als solche gegenwärtig sind, bringen sie das Verfahren, dem sie sich verdanken, zur Erscheinung. Das "Brückenbaumwerk" Dauvens besteht offensichtlich aus nichts anderem als der im Lauf der Zeit durch Witterungs- und Umwelteinflüsse gewachsenen Schmutzschicht auf der Oberfläche des Betons. Die dunkle Patina hat der Künstler in dem für ihn typischen Verfahren mittels Drahtbürsten und Hochdruckreiniger partiell gesäubert, um zu der beabsichtigten Zeichnung zu kommen. Sie ist beschränkt auf die reine Umrisswirkung der Bäume sowie das Hell- und Dunkelgrau des Betons. Klaus Dauven fügt mit seiner Säuberung der vorhandenen Wandfläche nichts hinzu, sondern nimmt der Oberfläche lediglich etwas weg, wobei man hier von Negativ-Verfahren sprechen muss, da er nicht die Liniengebilde der Bäume selbst gesäubert hat, sondern diese stattdessen durch Sperrholzschablonen abgedeckt und nach und nach schmale Streifen des Grundes gesäubert hat. Es gibt keinen Ewigkeitsanspruch für die Zeichnung. Sie besteht nur temporär, unterliegt ihrerseits nachfolgender Verschmutzung und wird mit der Zeit allmählich verschwinden.
Um zum vielleicht Wichtigsten für Dauvens "Brückenbaumwerk" zu kommen: Die Stämme der Baumfiguren befinden sich jeweils in der Mitte von vier rechteckigen , durch Dehnungsfugen voneinander getrennten Wandflächen. Sie werden gebildet durch etwa 30cm breite und 5m hohe Schächte, die aus der Wandfläche ausgespart sind und jeweils ein auf ihrer ganzen Länge sichtbares Regenfallrohr umschließen. Als vertikale Gliederungselemente der Gesamtwand sind sie zweifellos der Ausgangspunkt für die Zeichnung. Die Rohrschächte geben in ihrer Funktion, Baumstämme zu bezeichnen und vorstellbar zu machen, ihre konkrete Gegenständlichkeit als Rohrschächte nicht auf. Entscheidend ist, dass sich das vorgefundene gegenständlich Konkrete und das neu entworfene linear Abstrakte vermittelt über deren gemeinsames Drittes - das Wasser. Wie sollte man es , über jede formale Ähnlichkeit zwischen einem senkrechten Rohrschacht und einem Baumstamm hinaus , nicht auch inhaltlich für bedeutsam halten, dass beide Wasser transportieren. Konkretes und Imaginäres laden sich angesichts von Dauvens Zeichnung - im tertium comparationis des Wassers - gleichsam gegenseitig auf. Und man kann zu dieser Erfahrung noch hinzunehmen, dass auch das Holz des Baumes an der Brücke nicht allein imaginär, sondern auch ganz konkret gegenwärtig ist durch das vor Ort erkennbare minimale Relief der Betonwand, welches die schmalen Schalbretter verursacht haben, die zur Herstellung der Wandflächen gedient haben. Auch dies ist ein Hinweis darauf, wie genau Dauvens Bildfindung auf die Vorgaben des Ortes reagiert und in ihr Aspekte des Realen durch Imagination aufgenommen werden.

Ulrich Fernkorn

 

Weitere Informationen zu Klaus Dauven finden Sie auf der Internetseite des Künstlers www.klaus-dauven.de

 

 

Gefördert von:

 

 

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