VIKTORIA STRECKER: gradatim

01. April - 12. Mai 2016

Viktoria Strecker (*1987) studierte zunächst freie Kunst an der Alanus-Hochschule, bei Andreas Orosz, bevor sie 2009 an die Kunstakademie Düsseldorf in die Klasse von Marcel Odenbach wechselte. In ihren Arbeiten verbindet sie in einzigartiger Weise Elemente aus Malerei, Plastik, Grafik und Naturstrukturen.

 

In den Räumen der galerie januar präsentiert die in Wuppertal lebende Künstlerin Werke, die speziell für ihre Ausstellung gradatim entstanden sind. Dabei untersucht Strecker einzelne Elemente, die durch Variation und Wiederholung an antromorphe Gebilde erinnern. Während in einigen Arbeiten ein freier, intuitiver Ansatz im Umgang mit dem Detail den Aufbau der Komposition bestimmt, bilden an anderer Stelle Texte den Ausgangspunkt ihres Schaffens. Diese werden in eine Art zeichnerische Codierung übersetzt. Dabei wird jeder Buchstabe durch ein bildliches Element ersetzt, wodurch die Komposition durch den Textfluss diktiert und von der Künstlerin nciht verändert werden kann. So treffen in der Ausstellung immer wieder autopoetische, aus sich selbst entstehende Werke auf Arbeiten, die einer systematischen Übersetzung folgen und von strikten Regeln beherrscht werden.

 

Ob mit dem Kugelschreiber auf Papier, mit Kleber auf Kassenbons, genähtem Schaumstoff oder gestricktem Filament; ob als gestrandete Urwolke im Kellergeschoss oder als Textschwarm an der Wand - immer stellt Viktoria Strecker Modelle von Einheiten und ihren Bestandteilen zur Diskussion und eröffnet dem Publikum den Blick in eine scheinbar fremde Welt.

                                                                                                     Text: Thomas Hensolt

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