KLAUS KLEINE: bewegter Raum

03. Februar - 23. Februar 2012

Der Bildhauer Klaus Kleine hat nach seinem Studium vor allem raumgreifende, auf den jeweiligen Ausstellungsort bezogene Werke geschaffen, die zumeist eine Mittelstellung zwischen Skulptur und Architektur einehmen. In der galerie januar zeigt der Künstler Plastiken aus Stahlrohr, eine Fotografie sowie im Keller einen raumfüllenden Einbau, in bewußtem Kontrast zu den anderen filigranen Konstruktionen. Während die Arbeit im Keller den Raum geradezu verstellt, stehen die Plastiken aus Stahlrohr frei da und sind aus allen Richtungen umgehbar und überblickbar. Sie vermitteln, obwohl ihr Material Stahl ganz offensichtlich von einer gewissen Schwere ist, doch einen eher leichten Eindruck. Denn es handelt sich bei ihnen um keine massiven Körper mit geschlossenen Oberflächen, sondern um nahezu körperlose Gestänge, die selbsttragend auf ihren jeweils vier dünnen Beinen vom Boden aufragen und in ihrer minimalistischen Gestalt an leere Vitrinen erinnern. Indem die Stahlrohre gleichsam die Konturen der Vitrinen markieren, schneiden sie aus dem Kontinuum des Raumes jeweils ein quaderförmiges Leervolumen von unterschiedlichen Dimensionen aus.

 

Text: Ulrich Fernkorn

 

 

Pressestimmen

 

"Der Raum im Raum im Raum", WAZ, 01.02.2012, von Tom Thelen

 

 

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